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„Ich habe es KI-ed“: Wenn Technologie zum Verb wird

Aktualisiert am 18. März 2025

Erinnern Sie sich noch, als wir anfingen, „Google das mal“ statt „such das im Internet“ zu sagen? Dieser Wandel markierte den Moment, in dem eine Marke – Google – zur allgemeinen Bezeichnung für eine Handlung wurde: das Suchen im Internet.

Nun, es gibt ein neues Verb in unserem Sprachgebrauch: „KI-ed“. Genau wie „googeln“, „xeroxen“ (für das Kopieren mit einem Xerox-Gerät) oder „photoshoppen“ (für das Bearbeiten von Bildern mit Photoshop) zuvor hat die künstliche Intelligenz den Sprachgebrauch erobert und ist vom Substantiv zum Verb in unserer Alltagssprache aufgestiegen.

cluster of 9 images portraying the everyday use of AI. In the center the text "Ich hab es KI-ed! KI im Altag" in German.

Kooperieren Sie mit KI, statt gegen sie anzutreten

Im Gegensatz zur KI können Sie eine personalisierte Kommunikation anbieten, unausgesprochene Bedenken erkennen und sich auf der Grundlage Ihrer Intuition anpassen. Sie bieten ein Maß an Verständnis, das KI einfach nicht erreichen kann.

Sie müssen verstehen, wo KI Ihre Fähigkeiten ergänzt und nicht ersetzt. Sie müssen die Besonderheiten von Priming und Prompting lernen.

Sie brauchen sich keine Sorgen um KI zu machen. Sie ist nicht Ihr Konkurrent. Sie konkurrieren doch auch nicht mit Canva, oder? Anstatt gegen KI zu konkurrieren, sollten Sie lernen, wie Sie sie nutzen können, um Ihre Effizienz zu steigern und gleichzeitig Ihre Stärken zu betonen.

Was bedeutet „KI-ed“?

„Ich habe es KI-ed“ ist zur Kurzform geworden für die Nutzung von KI-Tools zur Erledigung einer Aufgabe – sei es das Schreiben eines Aufsatzes, das Erstellen eines Bildes oder die Analyse komplexer Daten. Dieser Ausdruck hat sich so natürlich eingebürgert, dass er kaum noch erklärt werden muss. Es ist faszinierend, wie schnell dieser Wandel stattgefunden hat. Noch vor wenigen Jahren wurde KI hauptsächlich in Technikkreisen diskutiert, oft als futuristische Vision oder abstrakte Wissenschaft. Doch heute, im Jahr 2025, lassen alle – von Studenten, die ihre Hausarbeiten optimieren, bis zu Großeltern, die KI nutzen, um Rezepte zu generieren oder alte Fotos zu restaurieren – beiläufig „Ich habe es KI-ed“ in Gespräche einfließen.

Die kulturelle Bedeutung von „KI-ed“

Ein Spiegel der Technologie im Alltag

Diese sprachliche Evolution ist mehr als nur ein Trend; sie spiegelt wider, wie tief KI in unser tägliches Leben eingedrungen ist. Historisch gesehen haben Technologien, die zu Verben werden, eine Schwelle überschritten: Sie sind nicht mehr nur Hilfsmittel, sondern prägen unsere Kultur und unser Verhalten. Denken Sie an die Einführung des Telefons („Ich rufe dich an“) oder des Autos („Ich fahre schnell rüber“). Wenn eine Technologie so allgegenwärtig wird, dass wir ihren Namen als Verb verwenden, ist sie nicht mehr nur ein Werkzeug – sie ist Teil unserer Denkweise zur Problemlösung geworden.

Von Nischenwissen zur Massenanwendung

KI ist inzwischen so zugänglich, dass Plattformen wie ChatGPT, DALL-E oder Grok alltägliche Begleiter sind, ähnlich wie einst der Taschenrechner oder das Smartphone. Dieser Wandel hat nicht nur den Sprachgebrauch verändert, sondern auch, wie Menschen an ihre Aufgaben herangehen. Während früher spezialisierte Softwarekenntnisse oder Programmiererfahrung nötig waren, um KI-gestützte Analysen oder kreative Prozesse umzusetzen, genügt heute ein einfacher Befehl – und schon ist die Arbeit erledigt.

Gesellschaftliche Auswirkungen von „KI-ed“

Effizienz oder Kreativitätsverlust?

Dieser Wandel hat auch gesellschaftliche Implikationen. Während „KI-ed“ für Effizienz und Innovation steht, gibt es Diskussionen darüber, wie stark wir uns auf diese Technologie verlassen sollten. Manche sehen darin eine Befreiung von monotonen Aufgaben, andere warnen vor einem Verlust an Kreativität oder kritischem Denken. Doch unabhängig von der Meinung zeigt die Verbreitung des Begriffs, wie schnell sich unsere Sprache an technologische Realitäten anpasst.

Was kommt als Nächstes?

Werden wir in ein paar Jahren etwas „Quantenberechnet“, wenn Quantencomputer den nächsten großen Sprung machen? Oder vielleicht „Geneditiert“, wenn biotechnologische Fortschritte wie CRISPR allgegenwärtig werden? Nur die Zeit wird es zeigen. Für den Moment jedoch, wenn jemand fragt, wie Sie diese erstaunliche Präsentation erstellt oder dieses komplexe Problem so schnell gelöst haben, können Sie einfach lächeln und sagen: „Ich habe es KI-ed.“ Und jeder wird genau wissen, was Sie meinen.

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https://www.prosieben.de/serien/galileo/news/deonym-marken-beispiele-namen-327815

https://de.tradingview.com/sparks/entries/companies-that-have-become-verbs-or-nouns-just-google-it