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Tag 2 Future Skills: Digitales Marketing

Digitales Marketing 101 l Zoohandlung Case Study l Prompting

Weitere Informationen

Kostenloses Marketing für Kleinunternehmen

https://warrenlainenaida.de/category/kmu-werbung

Als kleines Unternehmen ist es oft eine Herausforderung, die eigene Marke bekannt zu machen, ohne dabei das Budget zu sprengen. Doch zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, kostenlos online zu werben und Ihre Zielgruppe zu erreichen – ganz ohne große Investitionen.

Online-Marketing 1-2-3 – Grundlagen für Einsteiger

Was ist Marketing – und was ist Werbung?

  • Marketing ist der gesamte Prozess: Markt verstehen, Angebot gestalten, Kunden gewinnen und langfristig binden.
  • Werbung ist nur ein Instrument innerhalb des Marketings: die bezahlte oder gezielte Bewerbung eines Produkts oder einer Dienstleistung.
  • Marketing geht es schon immer darum, die Zielgruppe am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu erreichen. Heute heißt das: dort, wo Menschen ihre Zeit verbringen – häufig im Internet.

Digitales vs. traditionelles Marketing

Digitales Marketing (Online-Marketing) umfasst alle Marketingmaßnahmen, die über digitale Kanäle durchgeführt werden: Website, Suchmaschinen, soziale Medien, E-Mail, Apps usw.

Vorteil: Messbarkeit. Kampagnen lassen sich nahezu in Echtzeit auswerten (Besuche, Klicks, Käufe). Bei klassischer Werbung, etwa einer Zeitungsanzeige, ist kaum festzustellen, wie viele Menschen sie wahrgenommen haben oder ob sie Umsatz gebracht hat.

Wichtig: Gutes Marketing ist meist ein Zusammenspiel aus Online und Offline. Digitales Marketing kann in allen Phasen des Marketingprozesses eingesetzt werden. Viele Maßnahmen sind günstig oder kostenlos im Geld, kosten aber Zeit (z. B. Content, SEO, Social Media).

Die eigene Website ist der zentrale Baustein („Drehkreuz“): Hier laufen die meisten Kanäle zusammen.

Welche Vorteile hat das traditionelle Marketing gegenüber dem digitalen Marketing?

Digitales vs. traditionelles Marketing vs. KI

Werbung & Medien

KategorieTraditionellDigitalKI-VersionBeispiel
Bezahlte MedienTV-, Radio- und PrintwerbungPPC, Display-/BannerwerbungSmart Bidding, automatisierter Mediaplan, dynamische Werbemittelgestaltung (DCO)
AußenwerbungPlakate, BillboardsDigitale Beschilderung, DOOHProgrammatische DOOH mit kontextbezogener und zielgruppenspezifischer Steuerung
VerzeichnisseGelbe Seiten, KleinanzeigenGoogle Unternehmensprofil, lokales SEOAI Overviews / Antwortmaschinen-Optimierung (GEO) für Sichtbarkeit und Zitate

Direkte Ansprache & Kommunikation

KategorieTraditionellDigitalKI-VersionBeispiel
DirektwerbungPostkarten, KatalogeE-Mail-MarketingKI-generierte, verhaltensbasierte und individuell personalisierte E-Mails im großen Maßstab
TelefonmarketingKaltakquiseSprachnachrichten, SMSKI-Sprachassistenten und konversationelle ausgehende Anrufe
KundenserviceServicestelle im GeschäftLive-Chat, FAQ-SeitenKI-Chatbots und virtuelle Assistenten, die Anfragen rund um die Uhr bearbeiten

Content & Thought Leadership

KategorieTraditionellDigitalKI-VersionBeispiel
PublizierenPrint-Newsletter, Fachmagazin-ArtikelBlogs, E-Books, WebinareGenerative KI für Entwürfe, Aufbereitung und Übersetzung von Inhalten
PRPressemitteilungen, MedienarbeitDigitale PR, GastbeiträgeKI-generierte Pitches, Stimmungsanalyse (Sentiment Analysis), automatisiertes Medienmonitoring
Video/AudioTV-InfomercialsYouTube, PodcastsKI-Videogenerierung, synthetische Stimmen, automatischer Schnitt und Clipping
InfluencerPromi-WerbungSocial-Media-InfluencerVirtuelle/KI-Influencer, KI-gestützte Creator-Kampagnen

Zielgruppen, Forschung & Optimierung

KategorieTraditionellDigitalKI-VersionBeispiel
MarktforschungFokusgruppen, UmfragenOnline-Umfragen, Web-AnalyticsPrädiktive Analysen, Sentiment-Mining, synthetische Fokusgruppen
SegmentierungDemografie, PostleitzahlenVerhaltens- und Interessen-TargetingLookalike-Modelle, Mikro-Segmentierung, Echtzeit-Propensity-Scoring
Personalisierung„Sehr geehrter Kunde“-SchreibenSerienbriefe, einfache SegmentierungHyper-Personalisierung: individuelle Inhalte, Produkt- und Angebotsempfehlungen
Conversion-OptimierungBauchgefühl-basiertes TestenA/B- und Multivariate-TestsKI-gesteuerte Experimente, automatisierte CRO, prädiktives Lead-Scoring

Aktionen, Events & Handel

KategorieTraditionellDigitalKI-VersionBeispiel
AktionenGedruckte Gutscheine, Treuekarten mit StempelnRabattcodes, Treue-AppsDynamische Angebote, KI-optimierte Preise und Aktionen pro Kunde
EventsMessen, AusstellungenWebinare, virtuelle EventsKI-Matchmaking für Networking, generierte Follow-ups, Event-Zusammenfassungen
MundpropagandaEmpfehlungen, NetzwerkenBewertungen, Social Sharing, Affiliate-MarketingEmpfehlungsmaschinen, automatisierte virale Schleifen, KI-generierte Antworten auf Bewertungen
VertriebHaustürverkauf, LadenverkaufE-Commerce, Live-ShoppingKonversationeller Handel, visuelle Suche, KI-Einkaufsassistenten und Agenten

Das Muster in jeder Zeile: Traditionelle Techniken richteten sich an breite Zielgruppen, digitale machten sie zielgerichtet und messbar, und KI macht sie individualisiert, automatisiert und prädiktiv.

Soll ich daraus ein Dokument erstellen, das du ausfüllen und an Kunden weitergeben kannst?

Inbound vs. Outbound (Pull vs. Push)

Outbound (Push) PaidInbound (Pull) Organic
PrinzipBotschaft wird möglichst vielen Menschen gezeigt, auch wenn sie gerade nicht suchenInhalte ziehen Interessierte an, die selbst suchen
Wirkungschnell, kurzfristiglangsamer, langfristig
Wettbewerboft hoch (Konkurrenz um Anzeigenplätze)oft geringer, dafür Aufbauarbeit nötig
BeispieleBanner, Google Ads, Facebook-/Instagram-AdsSEO, Blog, organische Social-Media-Beiträge, E-Books

Online-Marketing wird in On-Page- und Off-Page-Tools unterteilt

On-Page: Websites, SEO, Meer, Content Marketing, lokales und mobiles Marketing. Websites sind wirklich das einzige Medium, das Sie kontrollieren.

On-Page: E-Mail-Marketing, soziale Medien, Analysen, (E-Commerce und SEA) Dies sind die Medien, auf die Sie weniger Einfluss haben.

Die drei Medienarten

ArtBedeutungBeispiele
Owned MediaGehört IhnenWebsite, Blog, Newsletter, eigene Social-Media-Profile
Paid MediaBezahlte ReichweiteGoogle Ads, Social-Media-Ads, Display-Werbung
Earned MediaVerdiente AufmerksamkeitErwähnungen, Bewertungen, Pressebericht, Empfehlungen

Zielgruppe verstehen: Buyer Persona & Customer Journey

Buyer Persona

Eine Persona ist ein fiktives Musterprofil Ihres idealen Kunden. Typische Bestandteile:

  • Demografische, geografische und psychografische Daten
  • Beruf, Ziele, Schmerzpunkte (Probleme), Kaufmotive und Kaufbedenken
  • Bevorzugte Kanäle und Inhalte, Technologienutzung, Einflussfaktoren

Beispiel: Rebecca, freiberufliche Grafikdesignerin. Ihr Laptop ist langsam und der Akku schwach. Sie recherchiert gebrauchte Laptops für Grafikdesign und fragt unterwegs per Smartphone nach Empfehlungen. → Je besser Sie ihre Situation kennen, desto passender wird Ihr Content.

Der Marketingtrichter

Der Marketingtrichter beschreibt den Prozess, den potenzielle Kunden durchlaufen, von der ersten Kontaktaufnahme bis zur endgültigen Kaufentscheidung. 

B2B vs. B2C

  • B2B (Unternehmen → Unternehmen): Ziel ist meist Lead-Generierung: Interessenten sollen Kontakt zum Vertrieb aufnehmen. Wichtige Kanäle: Website, LinkedIn, Fachinhalte (Whitepaper, Webinare).
  • B2C (Unternehmen → Privatkunden): Je nach Preis soll oft direkt auf der Website gekauft werden, ohne Vertriebsgespräch. Kürzere Buyer’s Journey, stärkere Calls-to-Action (CTAs). Kanäle: Instagram, TikTok, YouTube, Pinterest, Facebook.

Customer Journey und das AIDA-Modell

AIDA beschreibt vier Stufen auf dem Weg zum Kauf:

  1. Awareness – Was ist Vegan Fleisch?
  2. Interest – Vegan Fleisch Rezepten suchen
  3. Desire – Wo kauf Ich Vegan Fleisch?
  4. Action – Was kostet Vegan Fleisch?

Content-Mapping: Welcher Inhalt passt zu welcher Phase?

Gängig ist eine Einteilung in drei Phasen (grob: Attention/Interest ≈ Bewusstsein, Desire ≈ Überlegung, Action ≈ Entscheidung):

PhaseZielPassende Inhalte
BewusstseinGefunden werdenBlogbeiträge (mit SEO), Infografiken, Kurzvideos
ÜberlegungKontaktdaten gewinnen (Leads)E-Books, Forschungsberichte, Webinare
EntscheidungVertrauen für den Kauf schaffenFallstudien, Testimonials, Kundenfotos (z. B. über Marken-Hashtag)

Beim Content-Mapping richten Sie Inhalte nach (1) der Persona und (2) der Phase aus, in der sich die Person gerade befindet.

Die wichtigsten Kanäle und Taktiken

Leitfrage: Nicht „Welche Kanäle gibt es?“, sondern „Wo hält sich meine Zielgruppe auf?“

KanalKurz erklärtTyp
WebsiteZentrale Plattform, Image, direkte Ansprache, Blog für Fachwissen, Basis für E-CommerceOwned
SEO (Suchmaschinenoptimierung)Website so optimieren, dass sie in den unbezahlten Suchergebnissen höher erscheintInbound
SEA (Suchmaschinenwerbung)Bezahlte Anzeigen in Suchergebnissen, meist per Pay-per-Click (PPC): Sie zahlen pro Klick. Größter Anbieter: Google Ads (bis 2018: „Google AdWords“)Outbound
(SEM)Oberbegriff „Suchmaschinenmarketing“ = SEO + SEA–
Content-MarketingNützliche Inhalte erstellen und verbreiten (Blog, Video, Podcast, E-Book)Inbound
Social-Media-MarketingOrganisch (Beiträge, Community) und bezahlt (Social Ads). Mix aus informativ, unterhaltsam, persönlichbeides
E-Mail-MarketingNewsletter und Kampagnen für Bestands- und InteressentenkontaktOwned
Display AdsBild-/Video-Anzeigen auf Websites und in Apps, oft mit Zielgruppen-Targeting; verlinken meist auf eine LandingpagePaid
Native AdvertisingBezahlte Inhalte, die sich optisch ins redaktionelle Umfeld einfügen (z. B. gesponserte Beiträge)Paid
Affiliate-MarketingPartner erhalten Provision für Verkäufe oder Leads über ihren LinkPaid/Performance
Influencer-MarketingZusammenarbeit mit Creatorn; Vertrauensvorschuss, wenn die Passung stimmtPaid/Earned
Online-PRBerichterstattung in digitalen Medien, Blogs, Portalen; stärkt Vertrauen und MarkeEarned

Gefunden werden: KI verändert die Suche

Marketing beginnt mit einem klaren USP (Alleinstellungsmerkmal).

Ein KI-Agent kann nur überzeugend kommunizieren, wenn es weiß:

  • Was macht das Produkt besonders?
  • Für wen ist es gedacht?
  • Warum sollte jemand es kaufen statt ein Konkurrenzprodukt?
  • Eine Entity macht Aussagen überprüfbarer.

Google zeigt bei immer mehr Suchanfragen KI-Übersichten (AI Overviews) über den Ergebnissen. Dadurch klicken weniger Menschen auf klassische Treffer, auch auf Platz 1.

Neu entstanden ist GEO (Generative Engine Optimization): Inhalte so aufbereiten, dass sie in KI-Antworten zitiert werden. GEO ergänzt SEO, ersetzt es nicht: Technik, Inhaltsqualität und Struktur bleiben die Basis.

https://warrenlainenaida.de/category/seo-lernen

https://notebook.google.com

„100% Bio-Zutaten aus regionaler Herkunft – ohne künstliche Zusatzstoffe.“

„100 % Bio-Zutaten – handgefertigt in unserer eigenen Manufaktur in Dortmund seit 1966 nach, selbst entwickelten Rezeptur, ohne künstliche Zusatzstoffe.“

Erfolg messen: wichtige Kennzahlen (KPIs)

KPI ist die Abkürzung für Key Performance Indicator, auf Deutsch Schlüsselleistungskennzahl oder Leistungsindikator

SMART-Ziel: Den Verkauf von Bio-Hundefutter innerhalb von 3 Monaten um 20 % steigern.

3 KPIs:

  1. Umsatz: 20 % mehr Umsatz.
  2. Conversion-Rate: Von 2 % auf 2,5 % erhöhen.
  3. Website-Traffic: 25 % mehr Besucher auf den Produktseiten.
KennzahlBedeutung
Website-BesucheWie viele Menschen kommen?
VerweildauerWie lange bleiben sie?
AbsprungrateWie viele verlassen die Seite sofort?
Reichweite / ImpressionenWie oft wurde Inhalt oder Anzeige ausgespielt?
CTR (Click-Through-Rate)Klicks ÷ Impressionen einer Anzeige
Interaktionsrate (Engagement)Likes, Kommentare, Shares im Verhältnis zur Reichweite (nicht dasselbe wie CTR)
CPC (Kosten pro Klick)Was kostet ein Klick?
KonversionenWie viele erreichen das Ziel (Kauf, Anmeldung)?
Kosten pro KonversionWas kostet ein Abschluss?

Recht & Datenschutz

  • Cookies und Tracking (Analyse, Retargeting, Werbepixel) brauchen in der Regel eine vorherige Einwilligung nach § 25 TDDDG. Das Gesetz hieß bis Mai 2024 TTDSG; inhaltlich ist es für Cookies unverändert.
  • Cookie-Banner: „Ablehnen“ muss gleichwertig und ohne Umweg möglich sein; vorausgewählte Häkchen genügen nicht. Technisch notwendige Cookies sind ausgenommen.
  • Zusätzlich gilt die DSGVO: u. a. Datenschutzerklärung, Rechtsgrundlagen, Betroffenenrechte.
  • Seit April 2025 gibt es mit der Einwilligungsverwaltungsverordnung (EinwV) einen freiwilligen Rahmen für anerkannte Einwilligungsverwaltungsdienste.
  • E-Mail-Marketing: Newsletter nur mit Einwilligung (üblich: Double-Opt-in).
  • Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung. Bei konkreten Projekten Datenschutzbeauftragte oder Fachanwälte einbeziehen.

Urheberrecht & KI

Am 2. August 2026 tritt die Kennzeichnungspflicht der KI-Verordnung (AI Act) in Kraft. Deepfakes und bestimmte KI-generierte/manipulierte Texte müssen gekennzeichnet werden.

  • realistisches KI-Foto einer als real erscheinenden Person
  • KI-Foto eines beschädigten Firmenfahrzeugs nach einem angeblichen Unfall, das wie ein echtes Schadensfoto wirkt
  • KI-generiertes „Nachrichtenfoto“ einer Explosion, die so nie stattgefunden hat, aber im Stil einer echten Agenturmeldung so wirkt als ob
  • KI-generiertes Bild des Kölner Domplatzes, das wie eine echte Aufnahme wirkt

Wichtig: Ein Disclaimer, mit dem Sie pauschal darauf hinweisen, KI-Content einzusetzen, ist nicht ausreichend.

https://www.e-recht24.de/ki/13336-ki-kennzeichnungspflicht-fuer-unternehmer.html

Ein einfacher fünfstufige Marketingprozess:

  • Ein konkretes Ziel definieren. WAS?
  • Zielgruppe verstehen. WEM?
    • Probleme loesen WARUM?
  • Passende Kanäle auswählen. WO?
  • Inhalte und Maßnahmen umsetzen. WIE?
  • Ergebnisse messen und verbessern. UND?
Mädchen schaut auf ihr Handy, während sie auch ihren Hund hält dog

Ein lokales Zoofachgeschäft möchte mehr Neukund:innen aus der Nachbarschaft gewinnen.

Es berät persönlich zu Futter und Zubehör für Hunde und Katzen.

Dieses Beispiel begleitet alle Blöcke, damit die Themen aufeinander aufbauen.

Jede Übung dauert etwa 3 bis 5 Minuten und wird am besten in Zweiergruppen gemacht.

cimdata-zoohandlung.warrenlainenaida.de

Ziel, Zielgruppe und Nutzenversprechen

Marketing beginnt nicht mit einem Kanal, sondern mit Fragen: Wen wollen wir erreichen, welches Problem lösen wir, und woran messen wir Erfolg? Der Marketingprozess lautet: Zielgruppe verstehen, Ziel definieren, Kanäle wählen, umsetzen, messen und verbessern.

  • Praxisbeispiel: Das Zoofachgeschäft formuliert als Ziel „20 neue Kund:innen pro Monat im Laden”. Die Zielgruppe sind Hunde- und Katzenbesitzer:innen im Stadtteil, besonders Welpen- und Kitten-Halter:innen. Das Nutzenversprechen lautet „Persönliche Beratung zu Futter und Ernährung, auch bei Unverträglichkeiten”. Genau das bieten große Onlineshops nicht.
  • Übung: Formuliere für dein eigenes Angebot in zwei Sätzen Zielgruppe, Nutzenversprechen und ein messbares Ziel („3 neue Anfragen in diesem Monat”).

Die Website als Zentrale

Fast jede Marketingmaßnahme führt zur Website. Wichtig sind eine mobile Darstellung, kurze Ladezeiten, ein funktionierender Kontaktweg und aktuelle Inhalte. In WordPress sind Seiten für dauerhafte Inhalte da (z. B. „Öffnungszeiten & Anfahrt”), Beiträge für regelmäßige (z. B. Ratgeber), und Bilder bekommen einen Alternativtext.

  • Praxisbeispiel: Das Geschäft legt eine Seite „Welpen-Starterpaket” an, mit Überschriften, Inhalt des Pakets, Preis, Öffnungszeiten und einem gut sichtbaren Button „Beratungstermin anfragen”. Das Produktfoto erhält den Alternativtext „Welpen-Starterpaket mit Napf, Leine und Futterprobe”.
  • Übung: Öffne deine Website (oder die eines Beispielunternehmens) auf dem Smartphone. Prüfe drei Punkte: Funktioniert der Kontaktlink, sind die Leistungen aktuell, ist der Nutzen sofort erkennbar? Notiere die größte Schwachstelle.

SEO und KI-Suche (GEO)

SEO optimiert Inhalte für Suchanfragen. GEO sorgt dafür, dass Inhalte auch von generativen Suchsystemen verstanden und als Quelle genutzt werden können. Beides funktioniert über klare Struktur, präzise Antworten auf echte Fragen und gepflegte Inhalte. Bei lokalen Geschäften kommt ein gepflegtes Unternehmensprofil dazu (Adresse, Öffnungszeiten, Fotos).

  • Praxisbeispiel: Das Geschäft schreibt eine Seite „Was darf mein Welpe fressen?” mit eigener Überschrift pro Frage. Dazu pflegt es sein Unternehmensprofil, damit die Suche „Zoofachgeschäft in meiner Nähe” das Geschäft findet.
  • Übung: Notiere drei Suchanfragen, die deine Zielgruppe stellen könnte. Gib sie in eine Suchmaschine und in einen KI-Assistenten ein. Wird dein Angebot genannt? Wer erscheint stattdessen, und warum?

Content-Marketing und Social Media

Hilfreiche Inhalte (Artikel, Videos, Anleitungen) schaffen Vertrauen, bevor jemand kauft. Social Media verteilt diese Inhalte dort, wo die Zielgruppe ist. Ein Beitrag, der ein konkretes Ergebnis oder echten Nutzen zeigt, wirkt stärker als reine Eigenwerbung.

  • Praxisbeispiel: Das Geschäft postet „5 Dinge, die dein Welpe in der ersten Woche braucht” als kurze Bildreihe. Ein zweiter Beitrag zeigt, wie ein Kunde mit einem futtersensiblen Hund durch die Beratung eine passende Sorte fand (mit dessen Einverständnis).
  • Übung: Schreibe einen kurzen Beitrag (3 bis 5 Sätze) für einen Kanal deiner Wahl, zum Beispiel Instagram oder LinkedIn. Er soll ein Ergebnis zeigen, das du für einen Kunden erreicht hast.

Bezahlte Werbung (SEA) und Einnahmen

SEA bedeutet bezahlte Anzeigen in der Suchmaschine, abgerechnet meist pro Klick. Sie bringt schnell Reichweite, kostet aber dauerhaft Geld. Deshalb muss die Rechnung aufgehen: Was kostet eine neue Kundin, und was bringt sie ein?

  • Praxisbeispiel: Das Geschäft schaltet Anzeigen für „Katzenfutter Beratung” in seinem Stadtteil. Ein Klick kostet 0,80 €, aus 25 Klicks wird ein Neukunde. Der Erstkauf bringt 35 € Umsatz bei etwa 30 % Gewinnspanne.
  • Übung: Rechne das Beispiel durch: Was kostet ein Neukunde an Werbung (25 × 0,80 € = 20 €)? Wie hoch ist der Gewinn aus dem Erstkauf (ca. 10,50 €)? Überlege, ab wie vielen Käufen sich der Kunde lohnt und welche Stellschrauben (Anzeigentext, Zielseite, Willkommensgutschein) du ändern würdest.

E-Mail-Marketing und Datenschutz

E-Mail-Marketing erreicht Interessierte direkt, braucht aber eine gültige Einwilligung. In Deutschland ist dafür das Double-Opt-in-Verfahren üblich. Gleiches gilt für Tracking und für Kundendaten in KI-Tools: Nur weil etwas technisch geht, ist es nicht automatisch zulässig.

  • Praxisbeispiel: Das Geschäft verschickt monatlich einen Newsletter mit einem Futter-Tipp und einem Gutschein, nur an Personen, die ihre Anmeldung per Bestätigungslink bestätigt haben. Kundenlisten mit Namen und Haustier-Vorlieben gibt es nicht ungeprüft in ein öffentliches KI-Tool.
  • Übung: Schreibe einen Betreff und einen Einstiegssatz für einen Newsletter. Prüfe dann mit dieser Checkliste: Wurde die Einwilligung eingeholt? Gibt es einen Abmeldelink? Steht ein Impressum im Footer?

KI als Marketing-Assistent

KI kann Texte entwerfen, Ideen sammeln und Inhalte zusammenfassen. Sie kann aber überzeugend falsche Zahlen oder Aussagen erfinden (Halluzinationen). Die Verantwortung für veröffentlichte Inhalte bleibt immer beim Menschen. Bei Tiergesundheit und Ernährung ist das besonders wichtig.

  • Praxisbeispiel: Ein KI-Assistent entwirft den Beitrag zur Welpenfütterung und behauptet darin, „80 % aller Hunde vertragen kein Getreide”. Die Quelle existiert nicht, und die Aussage könnte Kunden zu einer falschen Fütterung verleiten.
  • Übung: Lass einen KI-Assistenten einen kurzen Beitrag zu deinem Angebot schreiben. Markiere jede Zahl und jede Tatsachenbehauptung und prüfe sie an einer Originalquelle. Streiche alles, was du nicht belegen kannst.

Ergebnisse messen

Reichweite, Klicks und Likes sind nicht automatisch geschäftlicher Erfolg. Entscheidend ist, ob die Kennzahlen zum Ziel passen.

  • Praxisbeispiel: Ein lustiges Katzenvideo erreicht 5.000 Aufrufe, aber niemand kommt in den Laden. Der Ratgeberbeitrag zur Futterberatung hat nur 300 Aufrufe, doch vier Personen lösen den Gutschein-Code im Laden ein.
  • Übung: Welche Kennzahl würdest du für dein Ziel aus Block 1 messen? Wähle eine aus: Anfragen, Besuche der Kontaktseite, Newsletter-Anmeldungen, eingelöste Gutscheine. Begründe in einem Satz.

Nutzen Sie KI wie einen kostenlosen Berater. Stellen Sie Fragen, greifen Sie auf ihr Fachwissen zurück und wägen Sie die verschiedenen Aspekte gegeneinander ab.

Ein nützlicher Prompt besteht oft aus drei Teilen:

  • Was ChatGPT tun soll
    „Schreibe eine kurze Anleitung“
  • Hintergrundinformationen, die ChatGPT berücksichtigen soll
    „Die Anleitung ist für jemanden, der neu bei KI ist“
  • Wie die Antwort aussehen oder klingen soll
    „Verwende einfache Sprache und Stichpunkte“

PARTS-Framework

Persona, Aim, Recipients, Theme, Structure – Rollenzuweisung verändert die Antwortqualität und erzwingt ein klares Ausgabeformat.

Rolle. Ziel. Zielgruppe. Thema. Aufbau. oder Wer? – Warum? – Für wen? – Worum? – Wie?

Beispiel – guter Prompt (PARTS)

  • Persona: Agiere als erfahrener SEO- und Social-Media-Spezialist.
  • Aim: Erstelle eine Keyword-Strategie und einen Redaktionsplan für eine Woche.
  • Recipients: Kleine Onlineshop-Besitzer im Bereich Bio-Lebensmittel.
  • Theme: Nachhaltigkeit und regionale Lieferketten.
  • Structure: Tabelle mit Wochentag, Fokus-Keyword, Beitrags-Idee, Call-to-Action.

Das PARTS-Framework (Rolle & Struktur)

Schlechter Prompt: „Gib mir Tipps für mein Marketing auf LinkedIn.“

Guter Prompt (PARTS):

Persona: Agiere als erfahrener SEO- und Social-Media-Spezialist.
Aim: Erstelle eine Keyword-Strategie und einen Redaktionsplan für eine Woche.
Recipients: Kleine Onlineshop-Besitzer im Bereich Bio-Lebensmittel.
Theme: Nachhaltigkeit und regionale Lieferketten.
Structure: Erstelle eine Tabelle mit den Spalten: Wochentag, Fokus-Keyword, Beitrags-Idee und Call-to-Action.

Prompt (Text):

Persona: Agiere als erfahrener Reiseplaner.
Aim (Ziel): Erstelle einen 3-tägigen Städtetrip-Reiseplan.
Recipients (Zielgruppe): Ein Paar Anfang 30.
Theme (Thema): Erste Reise nach Rom mit Fokus auf Essen und Kultur.
Structure (Struktur): Tagesplan mit Morgen-, Nachmittags- und Abendprogramm.

Prompt (Bild):

Agiere als professioneller Reisefotograf.
Erstelle eine cineastische Stadtszene von Rom für Erstbesucher.
Fokus auf Essen, historische Straßen und romantische Atmosphäre.
Golden-Hour-Licht, realistischer Fotostil, lebendig, aber nicht überfüllt.

Aufgabe 3: Online-Marketing von A bis Z

Ziel: Entwickle eine kleine, messbare KI-unterstutze Online-Marketing-Kampagne für ein lokales Zoofachgeschäft – oder Produkt deine Wahl – das mehr Kund:innen aus der Nachbarschaft gewinnen möchte.


Ursprungliche Befehl: (Perplexity – weil es ein KI Suchmaschine ist)

https://cimdata-zoohandlung.warrenlainenaida.de/barf-berlin-lokale-tipps/
Einblick geben

Konkrete 4 Zielgruppen identifizieren mit Zielen, Bedürfnissen, Einschränkungen und Kaufbedenken.
Dazu Nutzenversprechen und passende USP.
Zielgruppen: Primaer Direkt, Sekundaer Direkt, Primaer Indirekt und Sekundaer Indirekt.
Identifizieren Lokal Wettbewerbe

Verbesserte Prompt:(Meta Prompting in Claude – weil es ist ein KI Assistant)

Rolle:
Du bist ein erfahrener Marketing- und Marktforschungsberater für lokale Einzelhändler im Heimtierbereich.

Kontext:
Ich analysiere die Seite https://cimdata-zoohandlung.warrenlainenaida.de/barf-berlin-lokale-tipps/
Es handelt sich um einen Tierladen in Berlin-Wedding, der sich als BARF-Spezialist für Hunde positioniert. Er bietet BARF-Beratung für Einsteiger, individuelle Ernährungspläne (nach Alter, Größe, Allergien), Ladenverkauf und kostenlose Lieferung im Umkreis von 5 km. Die Seite nennt als Netzwerk BARFER'S Store Marienfelde, Schmackofatz Berlin und BARF-Bike. Hinweis: Adresse und Telefonnummer sind Platzhalter. Behandle den Laden als realistisches Beispiel in Berlin-Wedding.

Aufgabe 1: Zielgruppen (genau 4)
Definiere diese Gruppen:
- Primär direkt: Personen, die selbst kaufen und das Produkt nutzen bzw. füttern.
- Sekundär direkt: Weitere Käufer mit anderem Anlass oder Profil, die ebenfalls selbst entscheiden und kaufen.
- Primär indirekt: Personen mit starkem Einfluss auf die Kaufentscheidung, z. B. Tierärzte, Hundetrainer, Hundeschulen.
- Sekundär indirekt: Personen mit schwächerem Einfluss, z. B. Familie, Freunde, Hunde-Communities, Social Media, Hundesitter, Hundesalons.

Beschreibe jede Gruppe in dieser Struktur:
1. Kurzprofil (Wer? Alter, Lebenssituation, Wohnort/Kiez, Hund)
2. Ziele
3. Bedürfnisse
4. Einschränkungen (Zeit, Budget, Platz für Gefrierschrank, Wissen, Mobilität)
5. Kaufbedenken und Einwände (z. B. Hygiene, Nährstoffbilanz, Preis, Tierarzt-Skepsis, Aufwand)
6. Nutzenversprechen (ein Satz, aus Sicht der Gruppe)
7. Passender USP (ein Satz, abgrenzbar vom Wettbewerb)
8. Passender Kanal und eine Beispiel-Botschaft

Aufgabe 2: Lokale Wettbewerber
Recherchiere aktuelle Wettbewerber mit Fokus auf Berlin-Wedding, Mitte und Reinickendorf sowie überregionale Lieferdienste, die nach Wedding liefern. Berücksichtige:
- Spezialisierte BARF-Läden (inkl. der oben genannten drei)
- Zoofachmärkte und Ketten mit BARF-Sortiment
- Online-Anbieter für Tiefkühl-BARF mit Berlin-Lieferung

Erstelle dazu eine Tabelle mit: Name | Standort/Entfernung zu Wedding | Angebot/Sortiment | Preisniveau | Lieferung | Beratung | Stärken | Schwächen | Bewertung (nur wenn belegt).
Fasse danach in 3 bis 5 Sätzen zusammen, wo die Lücke im Markt liegt.

Aufgabe 3: Abgleich
Welcher USP aus Aufgabe 1 ist gegenüber den Wettbewerbern am stärksten, und warum?

Regeln:
- Nutze aktuelle, überprüfbare Quellen und gib hinter jeder Faktenaussage die Quelle an.
- Erfinde keine Zahlen, Preise oder Bewertungen. Wenn etwas nicht belegbar ist, schreibe "nicht belegt".
- Kennzeichne Annahmen und Schätzungen ausdrücklich als solche.
- Antworte auf Deutsch, sachlich, ohne Werbesprache.
- Format: Überschriften pro Zielgruppe, danach die Wettbewerbertabelle, am Ende ein Fazit mit 3 konkreten nächsten Schritten.

Zielgruppe, Problem und USP

  • Beschreibe eine Buyer Persona mit Zielen, Bedürfnissen und Kaufbedenken.
  • Formuliere ein Nutzenversprechen und einen USP (Alleinstellungsmerkmal).
  • Definiere ein SMART-Ziel für drei Monate.

Beispiel: 20 % mehr Verkäufe von Bio-Hundefutter in drei Monaten.

Customer Journey und Marketingkanäle

  • Plane Maßnahmen für die drei AIDA-Phasen: Awareness, Interest/Desire und Action.
  • Wähle passende Owned, Paid und Earned Media.
  • Unterscheide Inbound (Pull) und Outbound (Push) sowie SEO und SEA.
  • Berücksichtige Website, Social Media und gegebenenfalls E-Mail-Marketing.

Content, SEO und KI-Suche

  • Notiere drei Suchanfragen potenzieller Kund:innen.
  • Entwickle eine SEO-Überschrift für einen hilfreichen Ratgeber.
  • Schreibe einen Social-Media-Beitrag mit Call-to-Action.
  • Erkläre, wie GEO die Sichtbarkeit in KI-Antworten unterstützen kann.
  • Formuliere eine überprüfbare Entity als Beleg für ein besonderes Produktmerkmal.

Beispiel: „Handgefertigt in unserer Dortmunder Manufaktur seit 1966“ – nur verwenden, wenn belegbar.

KI-Workflow und Prompting

https://docs.google.com/spreadsheets/d/1dUcMBtmkmQC8VcRrJ0P-9sd0d7dacNoyhZhWVhlTZ7A

hello. Google sheets Redaktionsplan erstellen. bitte.

folgende positionen:

Instagram

„3 Fehler beim BARF-Start“
„Was gehört in eine ausgewogene BARF-Ration?“
„So funktioniert unsere BARF-Beratung in Wedding“
Kunden-Foto mit kurzer Erfolgsgeschichte
Reel: „Vom Regal zur Ration: So beraten wir dich“

Verwende eine kostenlose KI-Version, um einen Marketingbeitrag zu erstellen. Nutze das PARTS-Framework:

  • P – Persona: Welche Rolle übernimmt die KI?
  • A – Aim (Zeil): Was soll sie erreichen?
  • R – Recipients: Für wen ist der Inhalt?
  • T – Theme: Welches Thema soll behandelt werden?
  • S – Structure: Wie soll das Ergebnis aussehen?

Prüfe anschließend Fakten, Zahlen und Quellen. Überarbeite den Text selbst und beachte erforderliche Kennzeichnungspflichten für KI-Inhalte.

digitalfahrschule.de/kakadu-prinzip-seo/

https://www.instagram.com/sixt / https://www.hornbach.de/

Budget, Datenschutz und Erfolgsmessung

  • Berechne die Werbekosten bei 25 Klicks à 0,80 €.
  • Berechne den Gewinn bei 35 € Umsatz und 30 % Gewinnspanne.
  • Wähle drei KPIs, zum Beispiel Umsatz, Conversion-Rate und Website-Traffic.
  • Beachte Einwilligung für Newsletter und nicht notwendiges Tracking, Datenschutz und Urheberrecht.

Rechenhilfe:

  • Werbekosten: 25 × 0,80 € = 20 €
  • Gewinnspanne beim Erstkauf: 35 € × 30 % = 10,50 €
  • Ergebnis: zunächst 9,50 € Verlust pro Neukunde, wenn nur der erste Kauf berücksichtigt wird und weitere Kosten unberücksichtigt bleiben.

Präsentation und Verbesserung

Stelle deine Kampagne kurz vor und erkläre:

  • Warum passt sie zur Zielgruppe?
  • Was unterscheidet das Geschäft von der Konkurrenz?
  • Woran erkennst du, ob die Kampagne funktioniert?
  • Was würdest du anhand der Ergebnisse verändern?
  • Wie hast Du KI verwendet?