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Link-Attribute & Indexierung: Der ultimative Guide zu Nofollow, Canonical und Noindex

Dieser Artikel entstand gemeinsam mit den Teilnehmern des Kurses „Suchmaschinenmarketing (SEO, SEA & GEO) mit KI-Tools“ von cimdata. Co-autoren Claudia Grein, Sarah Börner et.al.

Key Takeaways TL;DR

Seit 2019 interpretiert Google rel="nofollow", rel="sponsored" und rel="ugc" als Hinweise (Hints), nicht mehr als strikte Befehle.

  • Deklarationspflicht: Bezahlte Verweise (Affiliate, Advertorials) müssen zwingend mit rel="sponsored" gekennzeichnet werden, um manuelle Abstrafungen zu vermeiden.
  • Interne Struktur: Interne Verlinkung steuert die Verteilung von PageRank (Link-Equity); „Orphan Pages“ ohne interne Links ranken in der Regel nicht.
  • Index-Steuerung: Der noindex-Tag ist die sicherste Methode, um Seiten aus dem Index fernzuhalten. Wichtig: Seiten mit noindex dürfen nicht gleichzeitig in der robots.txt gesperrt sein, da Google den Tag sonst nicht lesen kann.
  • Canonical-Logik: Der Canonical Tag bündelt Link-Signale bei Duplicate Content (z. B. URL-Parameter), ist jedoch nur eine Empfehlung, die bei inkonsistenten Signalen von Google ignoriert wird.

Dieser Artikel richtet sich an drei Zielgruppen:

  • SEO-Einsteiger: Ihr lernt die grundlegenden Konzepte mit verständlichen Beispielen.
  • SEO-Experten: Ihr bekommt technische Tiefe, Entscheidungsrahmen und Fallstudien.
  • CMS-Nutzer (WordPress, Shopify, Wix): Ihr findet direkt umsetzbare Anleitungen für euer System.

Links & Co.: nofollow, Canonical, Noindex – einfach erklärt

Links sind mehr als nur Klick-Wege. Für Google sind sie Signale. Ein Link sagt: Diese Seite ist wichtig. Deshalb spielen Links eine große Rolle beim Ranking.

Aber nicht alle Links sind gleich. Manche sollen keine Signale übertragen. Manche Seiten sollen gar nicht im Index erscheinen. Und manchmal gibt es mehrere URLs für denselben Inhalt – Google muss dann wissen, welche die richtige ist.

Genau dafür gibt es diese Werkzeuge: nofollow, canonical und noindex. Dieser Artikel erklärt, was sie bedeuten – und wann ihr sie einsetzt.

Führen Sie regelmäßig eine Website-Prüfung durch, um nach nicht mehr funktionierenden Links, veralteten Links oder fehlenden Links zu suchen. Ein SEO-Audit für Ihre Website durchführen

nofollow, sponsored, UGC – was bedeuten diese Link-Attribute?

Wenn ihr auf eine andere Website verlinkt, fragt euch zuerst: Würde ich diese Seite einem Freund empfehlen? Wenn nicht, sollte der Link ein rel-Attribut haben. Dieses Attribut sagt Google: „Ich zeige diesen Link, aber ich stehe nicht dafür.“

nofollow vs. sponsored vs. UGC – einfach erklärt

Google hat drei verschiedene Attribute. Jedes hat eine andere Bedeutung:

rel="nofollow" – der bekannteste Typ. Ihr setzt ihn, wenn ihr auf eine Seite verlinkt, die ihr nicht empfehlen wollt. Beispiel: Ein Link in einem automatisch erstellten Kommentar.

rel="sponsored" – für bezahlte Links. Ihr habt Geld oder eine Leistung erhalten, damit der Link gesetzt wird. Beispiel: Affiliate-Links, Werbeartikel, gesponserte Beiträge. Google verlangt diese Kennzeichnung. Wer sie weglässt, riskiert eine Abstrafung.

rel="ugc" – UGC steht für „User Generated Content“, also Inhalte von Nutzern. Ihr setzt dieses Attribut bei Links in Kommentaren, Foren oder Community-Bereichen, die Nutzer selbst geschrieben haben.

Wann rel=“sponsored“ statt nofollow nutzen?

Sponsored ist immer richtig, wenn eine Gegenleistung im Spiel ist. Das gilt für:

  • Affiliate-Links (z.B. über Amazon PartnerNet, AWIN, ShareASale)
  • Artikel, für die ihr bezahlt wurdet
  • Produkte, die ihr kostenlos erhalten habt und bewerbt
  • Jede Art von Kooperation mit einer Gegenleistung

nofollow allein reicht in diesen Fällen nicht. Google erwartet seit 2019 das sponsored-Attribut für bezahlte Links.

nofollow und sponsored zusammen – macht das Sinn?

Ja, es ist erlaubt. Ihr könnt rel="nofollow sponsored" schreiben. Das schadet nicht. Aber: Sponsored allein reicht aus. Die Kombination bringt keinen Vorteil.

CMS-Praxis: nofollow und sponsored in WordPress setzen

In WordPress gibt es verschiedene Wege:

Block-Editor (Gutenberg): Klickt auf den Link. Dann auf das Stift-Symbol. Dort gibt es keine direkte Option für sponsored. Ihr müsst oben rechts auf „Optionen“ → „Code-Editor“ klicken und das rel-Attribut von Hand ergänzen: <a href="URL" rel="sponsored">Linktext</a>

Plugins: Das Plugin „Ultimate Nofollow“ fügt dem Link-Dialog eine Checkbox für nofollow hinzu. Für sponsored gibt es noch kein verbreitetes Plugin – manuelle Eingabe bleibt nötig.

Beispiel aus der Praxis – New York Times: Die NYT veröffentlicht viele gesponserte Artikel. Trotzdem hat die Website kein Ranking-Problem. Der Grund: Alle bezahlten Links sind klar gekennzeichnet. Fazit: Werbung schadet der SEO nicht. Fehlende Kennzeichnung schon.

→ Offizielle Google-Anleitung zu Link-Attributen:developers.google.com – Outbound Links qualifizieren

Interne Verlinkung: So steuert ihr PageRank und SEO-Struktur

SEO-Leitfaden und Lernressourcen – SEO für Einsteiger: mehr hier.

Interne Links verbinden Seiten eurer eigenen Website. Sie sind einfach zu kontrollieren – und sehr wirkungsvoll. Mit ihnen sagt ihr Google, welche Seiten besonders wichtig sind.

Wie interne Links PageRank verteilen – mit Beispiel

Stellt euch eure Startseite vor. Sie hat viele Links von außen und gilt bei Google als vertrauenswürdig. Wenn die Startseite intern auf 5 andere Seiten verlinkt, gibt sie einen Teil dieser Vertrauenspunkte weiter.

Das bedeutet für euch:

  • Wichtige Seiten brauchen viele interne Links.
  • Seiten ohne internen Link („Orphan Pages“) bekommen kaum Vertrauen von Google.
  • Zu viele Links auf einer Seite verteilen die Punkte zu dünn.

Gute Strategie – thematische Gruppen: Verlinkt Seiten, die dasselbe Thema haben, gegenseitig. Zum Beispiel: Eine Kategorieseite „SEO-Tools“ verlinkt auf alle Tool-Artikel. Und die Artikel verlinken zurück. Google erkennt, dass diese Seiten zusammengehören – und bewertet sie alle besser.

Ankertexte bei internen Links – ohne Fehler

Der Ankertext ist der sichtbare Text eines Links. Er sagt Google, worum es auf der Zielseite geht. Viele machen dabei einen Fehler: Sie nutzen immer genau dasselbe Keyword.

Das Problem: Wenn alle eure Links auf eine Seite immer denselben Text haben, wirkt das unnatürlich. Google kann das als Manipulation werten.

So macht ihr es besser:

  • Nutzt das Hauptkeyword bei etwa der Hälfte der Links.
  • Bei anderen Links: verwandte Begriffe oder Beschreibungen nutzen. Beispiel: statt immer „SEO lernen“ auch mal „Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung“ oder „wie SEO funktioniert“.
  • Sätze wie „hier klicken“ oder „mehr erfahren“ solltet ihr selten nutzen. Sie geben Google kein Signal.

CMS-Praxis: interne Verlinkung in WordPress verbessern

Broken-Links-Check – Plugin wie Broken Link Checker oder Tool wie Screaming Frog Wöchentliche Check Plugins & Funktionalität: WordPress erweitern

WordPress macht es euch leicht:

Yoast SEO und Rank Math: Beide Plugins zeigen euch im Artikel-Editor Vorschläge für interne Links. Das spart Zeit. Aber: Prüft die Vorschläge immer selbst. Die Plugins sind nicht perfekt.

Orphan Pages finden: Rank Math Pro und Yoast Premium zeigen euch, welche Seiten keine internen Links haben. Auch die Google Search Console hilft: Unter „Links“ seht ihr, welche Seiten wenige interne Links bekommen.

Einfacher Plan: Macht eine Liste eurer wichtigsten Seiten. Sucht dann in alten Artikeln nach Stellen, wo ein Link auf diese Seiten passen würde. Fügt die Links ein. Das dauert eine Stunde – und hilft enorm.

→ Googles Erklärung zu Links und PageRank:developers.google.com – Crawlbare Links

Der Canonical Tag: Welche URL ist die richtige?

Manchmal gibt es für denselben Inhalt mehrere URLs. Das passiert zum Beispiel bei Online-Shops mit Filtern, bei www und non-www-Versionen, oder wenn Artikel auf verschiedenen Seiten erscheinen. Google nennt das „Duplicate Content“.

Das Problem: Google weiß nicht, welche Version ranken soll. Es wählt selbst – und wählt vielleicht die falsche. Der Canonical Tag löst das Problem. Er sagt Google: „Das hier ist die Originalseite. Alle anderen sind Kopien.“

Canonical Tag einfach erklärt – wann einsetzen

Der Canonical Tag ist eine kurze Code-Zeile im Kopfbereich einer Seite:

     <link rel="canonical" href="https://example.com/die-richtige-seite" />

Ihr braucht ihn zum Beispiel bei:

  • URL-Parametern: example.com/produkt und example.com/produkt?farbe=rot – gleicher Inhalt, zwei URLs.
  • www vs. non-www: Beide Versionen sind erreichbar.
  • Wenn euer Artikel auf einer anderen Website erscheint – die andere Website soll canonical auf euch setzen.
  • Paginierung: Seite 2, 3, 4 einer langen Liste haben ähnlichen Inhalt wie Seite 1.

Canonical vs. 301 Redirect – was ist der Unterschied?

Beide Lösungen helfen bei Duplicate Content. Aber sie funktionieren anders:

SituationLösungWarum?
Die doppelte URL bleibt aktiv (z.B. mit URL-Parametern)Canonical TagGoogle weiß, welche Version zählt – beide URLs bleiben erreichbar
Die alte URL wird nicht mehr gebraucht301 RedirectBesucher und Google werden direkt weitergeleitet
Gleicher Inhalt auf einer anderen WebsiteCanonical (auf der fremden Seite)Die fremde Seite zeigt auf euer Original
Umzug auf eine neue Domain301 RedirectDauerhafter Umzug – Canonical funktioniert nicht über Domains hinweg
Wiederkehrende Landingpage (z.B. jedes Jahr)Canonical auf die HauptversionURL bleibt, Link-Stärke bleibt erhalten

Warum Google den Canonical manchmal ignoriert

Achtung: Der Canonical Tag ist nur ein Hinweis für Google – kein Befehl. Google kann ihn ignorieren. Das passiert, wenn andere Signale dagegensprechen.

Typische Gründe:

  • Robots.txt-Problem: Google darf die Seite, auf die ihr canonical zeigt, gar nicht besuchen. Dann ignoriert es den Tag.
  • Weiterleitungs-Fehler: Die canonical-URL leitet auf eine andere URL weiter. Google folgt der Weiterleitung und ignoriert euren Tag.
  • Andere Inhalte: Die canonical-URL zeigt auf eine Seite mit einem anderen Inhalt. Google denkt: Das kann nicht stimmen.
  • Wenig interne Links: Wenn fast alle internen Links auf die Nicht-Canonical-Version zeigen, glaubt Google euch nicht.

Was wirklich hilft: Alle Signale müssen in dieselbe Richtung zeigen. Canonical Tag, interne Links, Sitemap und Weiterleitungen – alles muss auf dieselbe URL zeigen.

CMS-Praxis: Canonical in WordPress und Wix richtig setzen

WordPress: Plugins wie Yoast SEO und Rank Math setzen automatisch sogenannte Self-Referencing Canonicals. Das ist ein guter Start. Für spezielle Fälle könnt ihr im Plugin-Panel für jede Seite eine andere canonical-URL eintragen.

Wix: Wix setzt seit 2019 automatisch Canonical Tags. Im Wix SEO-Panel könnt ihr die canonical-URL für jede Seite selbst eingeben. Achtet besonders auf Filter-URLs in Wix-Shops.

Shopify: Duplikate bei Millionen von Produktseiten vermeiden

Shopify-Shops haben ein besonderes Problem: Ein Produkt kann über verschiedene Wege aufgerufen werden – direkt, über eine Kollektion, über Tags. Das ergibt viele doppelte URLs.

Shopify setzt automatisch Canonical Tags auf die „saubere“ Produkt-URL. Das ist hilfreich. Aber es gibt Lücken:

  • Varianten-URLs (?variant=123) werden nicht immer kanonisiert.
  • Paginierte Kollektionsseiten haben oft keinen klaren Canonical.
  • Manche Apps erzeugen neue URLs ohne Canonical.

Empfehlung: Nutzt den Bericht „Seiten mit Duplikat-Canonical“ in der Google Search Console. Er zeigt, wo es Probleme gibt.

→ Google erklärt, wie Duplicate Content behandelt wird:developers.google.com – Doppelte URLs zusammenführen

Noindex und robots.txt: Was kommt in den Google-Index?

Nicht jede Seite eurer Website sollte bei Google erscheinen. Danke-Seiten nach einer Bestellung, Login-Seiten oder interne Suchen – diese Seiten bringen Nutzern bei Google nichts. Wenn sie trotzdem im Index sind, schwächt das das Bild eurer Website.

Ihr habt zwei Werkzeuge, um das zu steuern: noindex und robots.txt. Viele verwechseln sie. Dabei sind sie grundlegend verschieden.

noindex vs. robots.txt – was ist der Unterschied?

robots.txt – steuert, ob Google eine Seite besuchen darf. Eine gesperrte Seite wird nicht gecrawlt. Aber: Wenn externe Links auf sie zeigen, kann Google sie trotzdem im Index führen – ohne Inhalt. Google hat die Seite gesehen, konnte sie aber nicht lesen.

noindex-Tag – steuert, ob Google eine Seite in den Index aufnimmt. Google darf die Seite besuchen und lesen. Aber es zeigt sie nicht in den Suchergebnissen. Das ist der sicherere Weg, Seiten aus Google herauszuhalten.

Die robots.txt-Datei erlaubt Google und anderen Bots, deine Website zu durchsuchen. Sichere deine Website und informiere Google über fehlende und verschobene Seiten in deiner .htaccess-Datei. Technisches SEO Intro: robots txt und htaccess-datei

Wann noindex verwenden – mit Beispielen

Diese Seiten sollten in den meisten Fällen noindex haben:

  • Danke-Seiten (nach Bestellung, Formular, Newsletter-Anmeldung)
  • Login- und Konto-Seiten
  • Interne Such-Ergebnisseiten
  • Tag-Seiten in WordPress (oft doppelter Inhalt)
  • Test- und Staging-Seiten – unbedingt vor dem Launch prüfen!
  • Seiten mit sehr wenig Inhalt (Thin Content)

Den noindex-Tag setzt ihr in den <head>-Bereich der Seite:

     <meta name="robots" content="noindex" />

Warum erscheint eine Noindex-Seite trotzdem bei Google?

Das passiert öfter als man denkt. Mögliche Ursachen:

robots.txt-Konflikt: Wie oben erklärt – Google kann den Tag nicht lesen, wenn es die Seite nicht besuchen darf. Lösung: robots.txt-Sperre entfernen, noindex-Tag behalten.

Google braucht Zeit: Google aktualisiert seinen Index nicht sofort. Es kann Wochen dauern, bis ein neu gesetzter noindex-Tag wirkt. Habt Geduld.

Viele externe Links: Wenn viele andere Websites auf eure Seite verlinken, kann Google sie trotz noindex im Index behalten. Lösung: 301 Redirect auf eine indexierte Seite.

Tag im falschen Bereich: noindex muss im <head> stehen. Im <body> wird es von Google nicht beachtet.

Fallstudie: Search Engine Journal – nur guter Inhalt im Index

Search Engine Journal (SEJ) hat Tausende von Artikeln. Sie prüfen regelmäßig, welche Seiten im Index sind. Ihre Strategie:

  • Alle Tag-Seiten und Autoren-Archive ohne eigenen Inhalt: noindex.
  • Alte Artikel, die kaum besucht werden: entweder überarbeiten oder noindex setzen.
  • Regelmäßige Überprüfung, was wirklich indexiert sein sollte.

Das Ergebnis: Ein sauberer Index. Google sieht nur hochwertigen Inhalt. Das hilft neuen Artikeln, schneller gefunden zu werden.

Fallstudie: Amazon – Crawling gezielt steuern

Amazon hat Milliarden von Seiten. Google kann nicht alle crawlen. Amazons Lösung: Sie nutzen robots.txt sehr gezielt.

  • Such-URLs (/s?…) sind gesperrt. Diese Seiten bringen Google keinen Mehrwert.
  • Produktseiten sind offen. Sie sind der Kern des Shops.
  • Tracking-URLs sind gesperrt. Sie verschwenden Googles Crawling-Zeit.

Die Lektion: Je größer eine Website, desto wichtiger ist es, Google zu sagen, welche Seiten es sich anschauen soll. Das nennt man Crawl-Budget-Management.

→ Google erklärt robots.txt und Crawling-Steuerung:developers.google.com – Einführung in robots.txt

Entscheidungshilfe: noindex, nofollow oder canonical?

Ihr kennt jetzt die einzelnen Werkzeuge. Jetzt kommt die wichtigste Frage: Was setze ich wann ein? Diese drei Fragen helfen euch, die richtige Wahl zu treffen.

Drei Fragen – drei Antworten

Frage 1: Geht es um einen Link oder um eine ganze Seite?

  • Es geht um einen einzelnen Link → nofollow, sponsored oder ugc setzen
  • Es geht um eine ganze Seite → weiter zu Frage 2

Frage 2: Soll die Seite bei Google erscheinen?

  • Nein → noindex-Tag setzen
  • Ja, aber es gibt doppelte URLs → weiter zu Frage 3
  • Ja, alles passt → nichts nötig (Self-Referencing Canonical empfohlen)

Frage 3: Gibt es doppelten Inhalt?

  • Ja, beide URLs bleiben aktiv → Canonical Tag auf die Originalseite setzen
  • Ja, aber die alte URL wird nicht mehr gebraucht → 301 Redirect einrichten
  • Nein, kein Problem → nichts nötig

noindex oder canonical – direkter Vergleich

SituationLösungWarum?
Danke-Seite nach einer BestellungnoindexKein Mehrwert für Google-Nutzer
Produkt-URL mit Filter-ParameterCanonical auf Haupt-URLSeite bleibt aktiv, Stärke geht an die Hauptseite
Alter Artikel mit wenig TrafficPrüfen: überarbeiten oder noindexEntscheidung nach Inhaltsprüfung
www und non-www beide erreichbar301 Redirect + CanonicalRedirect als Hauptlösung, Canonical als Sicherheit
Stagingumgebungnoindex + PasswortschutzDoppelte Absicherung
Seite 2, 3 einer KategorielisteJe nach StrategieKein pauschales noindex empfohlen

Canonical und noindex kombinieren – macht das Sinn?

Kurze Antwort: Nein. Die Kombination klingt logisch, funktioniert aber nicht gut.

Wenn Google noindex liest, verarbeitet es die Seite eingeschränkt. Es ignoriert dann möglicherweise auch den Canonical Tag. Die Link-Stärke fließt nicht weiter.

Die bessere Lösung: Wenn ihr Link-Stärke weiterleiten wollt und die Seite nicht im Index sein soll – nutzt einen 301 Redirect. Der überträgt die Stärke sauber und die alte URL verschwindet.

→ Google erklärt noindex und Indexierungssteuerung: developers.google.com – Indexierung mit noindex steuern

Checkliste: Das Wichtigste auf einen Blick

Ihr habt viel gelesen. Hier ist eine kurze Zusammenfassung – als Checkliste für jeden.

Für SEO-Anfänger

Bezahlte Links? Immer rel=“sponsored“ setzen – schützt vor Google-Abstrafungen.
Wichtige Seiten intern verlinken – von so vielen passenden Stellen wie möglich.
noindex auf Danke-Seiten, Login-Seiten und andere Seiten ohne Suchmaschinen-Wert setzen.
Prüfen: Setzt euer CMS automatisch Canonical Tags? (WordPress mit Yoast: ja. Shopify: meistens ja.)
Niemals eine Seite in robots.txt sperren, auf der noindex stehen soll.

Für SEO-Profis

Canonical Tags, interne Links, Sitemap und Redirects zeigen alle auf dieselbe URL.
robots.txt sperrt nur Seiten ohne SEO-Wert.
Regelmäßiger Content-Audit: Was soll wirklich im Index sein?
Ankertexte bei internen Links variieren – kein erkennbares Schema.
Google Search Console: Berichte zu Canonical-Konflikten und noindex-Seiten regelmäßig prüfen.
Canonical und noindex nicht kombinieren – stattdessen 301 Redirect nutzen.

Für CMS-Nutzer

WordPress: SEO-Plugin aktiv (Yoast oder Rank Math) und Canonical-Einstellungen überprüft.
Shopify: Varianten-URLs auf Canonical-Fehler geprüft (Google Search Console → Duplikate).
Wix: Canonical-URL für jede wichtige Seite im SEO-Panel kontrolliert.
Alle Affiliate- und Kooperations-Links mit rel=“sponsored“ versehen.
Staging-Umgebung nie ohne noindex öffentlich zugänglich lassen.

Weiterführende Ressourcen & Dokumentation

Für die vertiefende Lektüre empfehlen wir folgende offizielle Quellen:

Link Checkliste: Checkliste für interne Verlinkung und Canonicals

Page Not Found?: Perfekte 404-Seiten erstellen: Wie du Fehler in Erfolge verwandelst

robots.txt-Referenz:developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/robots/intro

Google-Dokumentation zu qualifizierten ausgehenden Links: developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/qualify-outbound-links

Google Search Central Blog (Canonical-Dokumentation): developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/consolidate-duplicate-urls

SEO Buch für Einsteiger: Technische SEO richtig einsetzen